Was ist der Postkolonialismus?

Was ist der Postkolonialismus?

Postkolonialismus thematisiert das Fortbestehen und Nachwirken von Beziehungsmustern kolonialer Herrschaft. Die Beziehungen zwischen globalem Norden und globalem Süden, sind bis heute fundamental geprägt von einer gemeinsamen Vergangenheit der Kolonisierung.

Was bedeutet Postcolonial Studies?

Mit „postcolonial studies“ wird ein nur lose definiertes interdisziplinäres Feld von Perspektiven, Theorien und Methoden bezeichnet, das sich mit der Analyse der nicht-materiellen Dimensionen kolonialer Herrschaft befasst und gleichzeitig die Dekonstruktion von bis in die Gegenwart hinein wirkmächtigen kolonialen …

Was ist postkoloniale Literatur?

Postkoloniale Literaturen bieten kreative Perspektiven auf die Welt, die weiterhin bestehende, koloniale Machtverhältnisse hinterfragen. Rhys‘ Buch ist ein postkolonialer Schauerroman, der sich mit der dunklen Unterseite von Brontes Werk befasst.

Was bedeutet postkoloniale Schweiz?

Die postkoloniale Theorie formuliert Zweifel am Eurozentrismus, also der west- lichen Deutungshegemonie und der Vorstellung, die Moderne sei europäischen Ursprungs, und unterzieht Begriffe wie Moderne oder Aufklärung einer radikalen Kritik.

Was versteht man unter dem Begriff Imperialismus?

Ausdehnung der Staatsmacht Das Wort „Imperialismus“ kommt aus dem Lateinischen. Es bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen.

Was weiß der Postkolonialismus vom Kolonialismus?

Die historische Forschung hat sich von der Vorstellung verabschiedet, dass der koloniale Staat ein totalitäres Regime gewesen sei. In den postkolonialen Studien kehren die Träume der Kolonialherren von absoluter Macht zurück.

Was heißt Dekolonial?

Politische, kulturelle, aber auch intellektuelle (nicht nur akademische) Perspektiven und Bewegungen, welche das Fortbestehen dieser kolonialen Verhältnisse kritisch in den Blick nehmen und ihre Überwindung anstreben, können als „dekolonial“ beschrieben werden.

Warum kam es zur Entkolonialisierung?

Innerhalb der zwei Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 50 Kolonien in die formale Unabhängigkeit entlassen. Der Grundstein dafür war während des Krieges gelegt worden, als die Kolonialmächte weder finanziell noch politisch oder militärisch ihre Kontrolle über die Kolonien sichern konnten.

Was ist Kolonialisierung einfach erklärt?

Das Wort bedeutet: Ein Land erobert Gebiete in einem anderen Land. Meistens liegt das eroberte Land in einem anderen Teil der Welt. Und die Menschen dort haben eine andere Lebens-Weise als die Eroberer. „Macht“ ist ein anderes Wort für ein Land, das großen Einfluss hat.

Wie funktioniert der Imperialismus?

Es ging um die Beherrschung fremder, vorgeblich kulturell unterlegener Länder, die durch ein militärisch überlegenes Mutterland zu Kolonien gemacht werden. Aus Handelsniederlassungen, z.B. in Afrika, wurden Protektorate (Schutzgebiete) und schließlich Kolonien eines Imperiums.

Was sind die Folgen von der europäischen Kolonialisierung?

Mit bekannten Folgen: Die willkürliche Grenzziehung hat zu Grenzkonflikten geführt, aber auch dazu, dass es zu Konflikten zwischen zusammen gewürfelten Bevölkerungsgruppen gekommen ist; die kolonialen Herren haben gezielt korrupte heimische Co-Eliten aufgebaut, was zu einem nachhaltigen Verfall der politischen Kultur …

https://www.youtube.com/watch?v=tTcIZJHls_w